40.000

6 Steine

Ein von mir sehr geschätzter Song hat im Anfang eine sehr markante Zeile:

In the Absence of Light, Darkness prevails

Daran musste ich denken als ich mir Zeile fürs Wochenende aus diversen Internetforen und Touristikseiten gesucht habe. Eine der „Attraktionen“ ist der jüdische Friedhof der Stadt und direkt daneben das Mahnmal zum Gedenken an die jüdische Deportation aus dem „Ghetto Litzmannstadt“ in die verschiedenen Vernichtungslager in Polen, der Bahnhof Radegast.
Auf dem Friedhof ist unter anderen ein Massengrab mit rund 40.000 Opfern des Ghettos beheimatet und als bleibende Erinnerung ein Graben den Juden für ihre eigene Hinrichtung ausheben mussten. Glücklicherweise kam es nicht mehr zu dieser Hinrichtung, den nahenden russischen Truppen sei dank.

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Cmentarz Żydowski

 

Cmentarz Żydowski

Der jüdische Friedhof der Stadt Łódź. Er war mir empfohlen worden als absolut sehenswert. Und was soll ich sagen er ist absolut sehenswert. Ein kurzer Blick in die Wikipedia offeriert die Information das es sich um einen sehr alten Friedhof handelt und außerdem um den größten jüdischen Friedhof Europas. Natürlich ist er geprägt durch das Dritte Reich, genauer das „Litzmannstädter Ghetto“. Die Zahlen sind wirklich beeindruckend, 180.000 Grabstellen mit fast 65.000 Grabmälern. Im negativen Sinne auch die 43.000 Opfer des Ghettos in Massengräbern.
Beides definiert den Friedhof. Meine Kontakte mit der jüdischen Kultur als solcher und damit auch mit jüdischen Friedhöfen sind eher spärlich. Es gibt/gab für mich beeindruckend ist in meiner Erinnerung der in Prag. Aber sonst sind da kaum Erinnerungen. Überhaupt, jüdisches leben hat kaum Präsenz in unser (vor allem meiner) Zeit. Mir ist das bei meinen ersten New York Aufenthalten aufgefallen, da dort religiöse Juden einfach zum Stadtbild gehören. Eine kurze Ursachenanalyse führt auch schnell zum zweiten prägenden Teil des Friedhofs, das dritte Reich. Die Gründlichkeit mit der jüdisches Leben und Geschichte vernichtet worden ist wird einem erst wirklich bewusst wenn man Plätze wie diesen sieht und einem so bewusst wird das kaum noch Juden in Deutschland gibt.

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