Freya (1932er Autbord Racer), Seite 1


Ein „kleines“ Parallelprojekt, das war die ursprüngliche Idee. Mein Schärenkreuzer zieht sich. Es dauert eben eine Weile Planke für Planke zu bauen so das es am Ende auch gefällig aussieht…
Also keimte die Idee ein kleineres Boot „nebenbei“ zu bauen. Quasi in der Zeit die ich sonst mit Warten verbringe. Meine initiale Idee dazu war ein zweites Boot in der 152vo Klasse zu bauen. Ich habe da ja ein oder zwei Originalpläne weiterentwickelt und zumindest so weit durchdacht, das ich ein Boot daraus bauen kann. Allerdings haben sich meine Vorbehalte zum „Biotop“ der Klasse kaum verändert. Ich finde die Idee noch immer als solche wunderbar, aber die Art und Weise wie die „Gemeinschaft“ mit ihrer Umwelt umgeht eher kontraproduktiv. Also habe ich weiter geschaut und habe, dank der Schiffsmodell-Aktion, wieder an die Chickie IV gedacht und fast gleichzeitig Axel Frantzens Bauthread zu einer Crackerbox gefunden, beides wären schöne Lösungen. Allerdings habe ich mich nach einer Weile drüber Schlafen von der Crackerbox erstmal wieder verabschiedet. Die ist 1:4 einfach zu groß für mich.
Damit war ich bei der Chickie stehen geblieben und habe Vorbereitungen getroffen für den Bau.

In der Zwischenzeit habe ich aber einen sehr netten Kontakt zu Axel Frantzen gefunden und genau dieser hat mir einen Entwurf gezeigt der mich schnell dazu gebracht hat die Chickie Kiste erstmal wieder ins Regal zu schieben. Ein Autbord Racer (das wird wirklich so geschrieben, auch wenn Safari daraus Gutbrod machen möchte) aus den Dreißigern. Aber nicht aus den USA sondern aus Deutschland. Dazu noch in einer wesentlich aufregenderen Form, kein Glattboden (Hydroplane) oder/und Singlestep sondern ein echtes „V“ mit einigen sehr attraktiven Rundungen.
Ich war sofort dabei.

Der Entwurf ist dann in der Zwischenzeit zu Rainer Kuhlmann gegangen, der ihn zum Bausatz weiter entwickelt hat. Da hieß dann noch etwas warten, da da ja auch nichts unfertiges das Haus verlassen soll…

 2014-03-01

Und genau einen der ersten dieser voll entwickelten Bausätze habe ich jetzt hier vor mir liegen. Das ist eigentlich viel mehr als ich erwartet habe oder eigentlich wollte, die Spanten hätten mir im Grunde gereicht. Aber nachdem ich mir das angeschaut habe was bekommen habe, ist die Qualität außerordentlich und eine optische Pracht. Das hätte ich so nie hinbekommen.
Da werde ich mit über vierzig noch anfangen einen Holzbaukasten zu bauen ;D.

Überraschung, geschlossen

Überraschung, offen

Mich hat es dann auch nicht lange in der Wohnung mit einem Überraschungskarton gehalten. Ab in den Keller und ausgepackt das geschnittene Material.

der Bausatz

der Bausatz

Da ich ja nun wider Erwarten eine Helling habe, brauche ich am Baubrett nicht viel vorbereiten, ausgenommen des Fakts die Mitte anzuzeichnen und die Helling aufs Brett schrauben zu müssen. Ich habe auch direkt die großen Teile zusammen gesteckt und geschaut ob alles passt und wie es aussieht. Die Welt hat doch auch ihre schönen Momente…

Zwar kam der Bausatz jetzt viel schneller als erwartet, aber gewisse Gedanken hatte ich mir ja schon gemacht. Was soll es denn für ein Boot werden und, viiieeel wichtiger, wie soll es heißen. Was es werden soll, war leicht beantwortet, schön in Mahagoni mit Buche, Birke oder Ahorn abgesetzt, eine Schönheit eben. Ganz genau entscheide ich das wohl ganz konkret wenn das Boot so weit zusammen gebaut ist und Haut drauf ist. Der Name war schon komplizierter. Meine vorbereitete Namenspalette hat sich mehr auf englischsprachige Boote bezogen, weniger auf deutsche. Und ein deutscher Name sollte es doch aber unbedingt sein bei einem deutschen Boot. Eindruck sollte er auch noch machen und in die Zeit passen, eben was heroisch klingendes.
Ich bin da aber auf nichts Vernünftiges gekommen. Glücklicher Weise habe ich eine sehr liebenswerte Ehefrau die da phantasievoller ist als ich. Sie kam mit der Idee das „Freya“ doch ein schöner Name wäre zu mir. Was soll ich da sagen, so wie ich sofort von dem Boot begeistert war, war ich es auch von der Idee meiner Frau. Freya wird es also heißen.

Bevor ich mich jetzt ans Verleimen mache, bin ich dieses Mal geduldiger. Ich habe aus schmerzlicher Erfahrung gelernt erst zu beizen und dann zu leimen. Denn Flächen in die er Leim eingezogen ist, nehmen keine Beize mehr an oder zumindest weniger. Kurzfassung, es gibt Flecken. Also alles angemalt und bis Morgen wird schön getrocknet. Dann gibt es auch wieder Bilder.

 2014-03-01

Wie versprochen, Heute Bilder meiner Malerei

Spanten in Mahagoni

die Haut in Mahagoni

und man beachte die Details:

Spanten in Mahagoni, Detail

 

Ansonsten ist Heute nicht weiter viel passiert, zumindest an diesem Projekt nicht. Ich habe einige Teile noch ein wenig nachgestrichen. Heute habe ich meinem Schärenkreuzer mehr Aufmerksamkeit geschenkt :D.
Nachdem ich jetzt wieder hochgekommen bin, hat Rainer mir ein wenig ausgeholfen. Jetzt kommt etwas Ordnung ins Chaos und ich weiß wo was hinkommt :D. Ist halt so wenn man die Nullserie baut. Nur hätte ich doch etwas mehr machen können, egal Morgen geht es weiter.

Ach os für’s Archiv, ich beize mit wasserlöslicher Beize von Clou. In diesem Falle mit 3 Teilen Mahagoni und einem Teil Goldteak. Nur Mahagoni kommt mir zu rot und vor allem zu dunkel.

 2014-03-04

Ja ich habe weiter gebaut. Nachdem ich so schön mit dem Pinsel unterwegs war, habe ich auch gleich noch den Leimquast geschwungen und angefangen die ersten Teile zusammen zu bauen. Angefangen habe ich mit der keinen Motorhaube, die keinen Motor bedeckt, mir aber später Zugriff auf das Lenkservo, Empfänger und den Regler gewähren wird. Für den LiPo werde ich wohl ein Fach unter dem Cockpit bauen. Mal sehen wie viel Platz da noch ist, wenn ich alles so weit zusammen habe. Außerdem habe ich auch die „Details“ montiert, kleine Teile die der einfacheren Motange später dienen oder einfach nur gut aussehen.
Die Haube hat sich auch als widerspenstiger entpuppt als ich das erwartet habe. Es sind viele kleine Schritte notwendig, da sie sehr filigran ist und man kaum Platz hat für die Klammern.

Dann habe ich die Helling aufs Baubrett geschraubt und die Spannten „anprobiert“, passt alles super. Danach habe ich alles wieder zerlegt und dann verleimt, mit jeder Menge Klammern und Zwingen. Aber man kann jetzt schon erkennen das es ein sehr schönes Boot werden wird. Die Details sind jetzt schon der Hammer.

Helling

Anprobe

Der Anzug fest verleimt

Der Anzug fest verleimt

Details, Details…

und noch mehr Details…

meine Motorhaube

 

Außerdem habe ich mir ein wenig Gedanken über die Beschriftung gemacht. Wie immer, gehört klappern zum Geschäft und so soll der Name also schön gefällig auf der Seite prangen. Nur wie soll das stilvoll aussehen. Hier ein paar Ideen, erstmal ganz grob, zum nachdenken…

Freya, Version 1

Freya, Version 2

Freya, Version 3

Freya, Version 4

Freya, Version 5

…und ich muss noch mehr über die Nummerierung herausfinden. Das Original hat die S-9 als Nummer, wo ich mir ziemlich sicher bin dass das „S“ für Schweden steht. Aber mehr habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Eine kleine Nummer kommt dann sicher auch noch drauf.

 

und ab hier geht es auf Seite 2 weiter, Aufgrund der vielen Bilder sind sonst die Ladezeiten zu lang

 

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