Tag 10, Sonntag, 30.09.2007


Der letzte Septembertag, der so kritische Scheidepunkt hier in der Region. Sehr viele Campingplätze schließen zum 30. und öffnen erst wieder im nächsten Jahr. Leider für uns und dieses Jahr noch ein Handicap. Nächstes Jahr wird es das nicht mehr sein, da brauchen wir ja den Strom nicht mehr und wir haben schon so viele Stellplätze gesehen (und vorgemerkt) die wir dann nächstes Jahr nutzen werden.

Aber zurück zum jetzt und hier. Gestern Nacht habe ich noch ein paar schöne Aufnahmen gemacht. Ich hatte schon ganz vergessen wie schnell dunkel es an der See wird. Irgendwie vermisst habe ich das Wasser ja schon (habe ich das schon einmal geschrieben?). Digital habe ich dann auch schnell keine Bilder mehr hinbekommen, es war einfach zu dunkel. Dafür hat mein Vorschlaghammer, meine SRT ihr Chance bekommen, dank Vollmechanik brauche ich mir über Belichtungszeiten um die 15 oder 30 Minuten keine Gedanken machen. Allerdings kann man auch nicht gleich sehen ob es was geworden ist, umso größer ist dann aber auch die Freude zu Hause wenn die Filme aus der Dose kommen :).
Heute Morgen bin ich dann auch direkt aus dem Bett in die Latschen und fotografieren. Direkt zum Sonnenaufgang sind mir auch da ein paar gute Bilder gelungen. Der Tag fing also richtig gut an.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Ich hatte auch noch eine kleine Anekdote mit den hiesigen Jägern. Da stand ich allein im Grünen mit Stativ und einem Set an Kameras als zwei Jäger vorbei kamen, mit allem was man so zum Elefantenjagen braucht (fand ich, bei der Größe ihres Jagdgerätes). Sie sprachen mich dann auch direkt an auf „belle vue“ und so weiter. Im ersten Schwung habe ich weiter auch gar nichts mitbekommen, da meine französisch eher nicht so gut ist und die Franzosen das natürlich nicht wussten. Als wir uns dann auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner, Hände und Füße bzw. ein wenig Englisch, geeinigt hatten, war die Unterhaltung sogar ganz lebhaft.
Nachdem ich dann mit meiner Fotografiererei fertig war standen die Jungs dann auch am Waldrand bei ihren Autos, wo sie im Anhänger ihre Hundemeute mit hatten. Auf Nachfrage bekam ich dann auch heraus das sie auf Fuchsjagd waren. Zwei oder drei Kaninchen (beachtlicher Größe) hatten sie auch schon erlegt (ich hatte diverse Schüsse gehört). Wäre mein Französisch nur ein wenig besser hätte ich mich sicher sehr viel besser mit ihnen unterhalten können und ein paar Insiderinformationen herausbekommen können. Den Hasen wollte ich nun nicht unbedingt haben (so mit Fell ist das wohl eher nicht mein Fall) aber eine gute Quelle für Krebse (jeder Bauart) und Fisch wäre schon gut gewesen. So haben wir nur ein kurzes Gespräch geführt (wenn man das denn als Gespräch bezeichnen möchte).
Schöne Hunde hatten sie übrigens, ich denke mal es waren Beagle, eben diese Hunde die man in den englischen Filmen der feinen Gesellschaft bei der Fuchsjagd so sieht :).

Auf jeden Fall werde ich übers Jahr französisch üben. Wäre doch gelacht, nächstes Jahr will ich zumindest so viel beherrschen dass ich mich vernünfitg verständigen kann und ohne Hände und Füsse zurecht komme.

am Strand

am Strand

 

Haus im Stein

am Strand

Wir sind dann Heute eine der empfohlenen Touren hier abgewandert. Die Route war direkt an der Küste in der Karte ausgezeichnet, also wussten wir nicht ob eventuell ein wenig Unterstützung von Mutter Natur, in Form von Gezeiten, notwendig war ode nicht. Also sind wir erst nach Mariams Mittagessen los da um die Zeit das Wasser ungefähr halbhoch zwischen Ebbe und Flut steht. Unsere Sorge war aber unbegründet die Wege konnte man allzeit trockenen Fußes bewandern (extremes Wetter mal ausgenommen). Die Route hier rund um den Zipfel nördlich von Plougrescant ist wirklich sehr schön und empfehlenswert. Man kann sehr schön beobachten wie die Mondlandschaft unterhalb des Meeresspiegels denn so aussieht. Viele Häuser hier sind auch direkt an oder zwischen die Felsen gebaut, was teilweise den Eindruck erweckt als würden die Steine aus dem Boden wachsen und alles um sich herum auffressen. Schön ist dann auch etwas weiter im Landesinneren zu sehen das die riesigen Steinmonolithen nicht nur ein Phänomen direkt am Ufer sind. Wie dort hingeworfen liegen etliche riesengroße Steinklötze herum, nur das sie hier wunderbar bewachsen sind.
Es ist wirklich eine sehr schöne Gegend hier, wir haben uns daher zu noch einem Tag Verlängerung entschlossen und das wir auf jeden Fall wiederkommen werden.

Mutter und Sohn

Mutter und Sohn

 

Mutter und Sohn

Traumhaus

Den Tag Verlängerung werde ich brauchen, da es Heute Nachmittag doch recht heftig geschüttet hat und ich daher nicht raus ins Watt wollte. Ich habe mich daher eher auf Makros im Regen gestürzt :).

Irgendwas zum Knipsen gibt es ja immer.

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