Back again, NYC

Lange ist es her das ich ein komplettes, stressfreies Wochenende in New York City oder irgendwo in der Umgebung. Vor nicht ganz 5 Jahren habe ich hier ein System aufgebaut und einiges an Zeit hier verbracht. Jetzt, 5 Jahre später, baue ich dieselbe Anlage um, bringe sie auf den neuesten Stand so zu sagen.
Neben den langen Tagen bringt mir das zwei Wochenenden in Folge an denen ich Freizeit habe. Das an sich ist an sich nichts Ungewöhnliches. Freizeit am Südzipfel von Staten Island hingegen sind ungewöhnlich…

Spannend an solchen Rückblenden ist dass sich der Fortgang der Welt in einem harten, weiten Schnitt beobachten lässt. Und gerade in einer Stadt wie New York sollte man sich doch denken das sich die Dinge schneller ändern, für alle und für alles.
Aber mein Eindruck ist doch sehr zweigeteilt, auf New York, besonders in Brooklyn und Manhattan trifft das das in jedem Fall zu. Unglaublich wie sich gerade Ground Zero und Umgebung verändert. Ich erinnere mich das auf dem Platz in der Zwischenzeit eine nagelneue „PATH“ Station gebaut war. Alles wieder weg, jetzt gibt es einen hohen Zaun und jede Menge Baukräne. Die Türme erwachen wieder zum Leben.
Auch in Midtown erkennt man einige Regionen kaum wieder, am Time Square steht doch einiges Neues, genau wie weiter östlich an der Ecke Central Park East und South, unglaublich. Es hat sich also gelohnt längere Strecken durch die Stadt zu laufen, in Manhattan wie in Brooklyn. Den Nachmittag im Prospekt Park habe ich sehr genossen. Da kommt der Wunsch auf wieder öfter hierher zu kommen und die Familie mitzubringen.
Es geht auf jeden Fall immer stetig vorwärts und nach oben.

Ein wenig anders verhält es sich auf Staten Island und in New Jersey. Viele Orte und Plätze sehen genau so aus wie vor fünf Jahren. Das kleine Diner in dem ich mein Frühstück geholt habe ist immer noch am selben Platz, die gleichen Leute bedienen, die Sandwiches schmecken noch genau so gut. Georges Diner an der King Georges Post Road, kann ich nur empfehlen, besonders die Sandwiches mir Russian Dressing sind absolut grossartig.
Das Stop’n’Shop Supermarkt ist noch da, sieht genauso aus…

Irgendwie fühlt sich vieles so an als wäre ich Gestern erst weg gegangen, sogar die Leute erinnern sich. Da ich etwas unamerikanisch im Dunkin Donuts bestelle, erinnerte sich die nette indische Bedienung sich ebenfalls am dritten Tag das ich doch vor einem Jahr oder so schonmal da war und auch so bestellt hätte. Habe ich, allerdings ist das eine Jahr nicht ganz korrekt. Der Kaffee ist gleich, die Bagels auch. Einzig, es gibt jetzt French Rolls, so eine Art Brötchen. Es schmeckt zwar ein wenig anders, lässt sich aber schön aufschneiden und mit Maple Syrup bedecken. Aber darum gehts erst einmal nicht.

Nur ist fast alles teurer geworden. Der NJTranist Zug der mich nach Penn Station gebracht hat, kostete in nach Gedächtnis nur 7$, jetzt sind es schon 12.25$. Auch die Brückenzölle haben gesund angezogen. Hat früher nur die Überfahrt über die Verrazano-Narrows Bridge 8$ gekostet, ist das Heute der Regelsatz. Und fährt man über die Brücken hat man nicht das Gefühl das sie etwas von dem Geld abbekommen würden, genauso wenig wie die Straßen. Ein tiefer gelegter Sportwagen ist hier doch eher eine Plage und macht einen zum guten Kunden beim Chiropraktiker.

Neu sind auf jeden Fall die generalüberholten Terminals der Staten Island Ferry, sowohl South Ferry als auch das Terminal in St. Georges. Schön geworden, allerdings ist direkt bei ersten Versuch nach Manhattan überzusetzen eine Fähre in St. Georges ins Terminal gerammt. Das hat sich nicht geändert, nur war es dieses Mal nicht so schlimm, bei meinem letzten Aufenthalt gab es viele Verletzte als etwas Ähnliches passierte.

Insgesamt ist irgendwie alles so wie es war, aber irgendwie auch komplett anders. Die Zeiten ändern sich und sie verändern uns…