vom X17 A5 zum Roterfaden Taschenbegleiter A5 – Teil 1

 

X17, A5

Seit sich vor gut anderhalb Jahren mein X17 A5 Heft bei mir eingefunden hat, hat sich viel getan und ich suche immer noch nach einer finalen Lösung. So zufrieden ich auch mit dem A4+ Heft bin, umso zwiespältiger ist mein Eindruck vom A5 Heft. Ich finde die Lösung aus Roadskin immer noch verdammt gut, das Material ist äußerst robust und schütz alles was darin ist. Nur ist die proprietäre Wahl des Formats ein Problem, dass ich zwar anfangs noch gut ignorieren konnte, dass mit fortschreitender Zeit aber immer gravierender wurde. Ich bin ein Freund von „alles an einem Platz“, also möglichst keine fliegenden Zettel. Nur sieht es in der Realität eben so aus, als ob die Gemeinheit meine Idee nicht mal annähernd unterstützt. Fliegende Zettel, besonders in A4, sind eine Realität, die ich am Ende nicht mehr tolerieren und auch nicht akzeptieren konnte. Dazu kommt, neben dem gefalteten A4 Blatt, dass nicht passt, es passt auch das handelsübliche A5 Heft nicht, zumindest nicht ohne das man Hand daran anlegt. Im Grunde passt nur das Line-Up aus dem Hause X17, dass leider nicht wirklich breit gefächert ist. So gut mir die Lösung auch gefällt, sie ist für mich nicht praxistauglich.

JBS B5 Ordner

Abgelöst worden ist sie durch eine A5 Mappe, die auf dem X17 basiert, die eben nur ein wenig breiter ist. Die Ersatzteile, wie z.B. Gummis passen sehr gut. Nur auch da hat für mich dann etwas gefehlt. Beim X17 A5 war es dann eben nicht nur das kleinere Format, es war auch die sehr spartanische Lösung. Die Mappe besteht am Ende eben nur aus einer Ledermappe mit 4 Gummis, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Natürlich kann man da um die Folien und Visitenkarteneinstecker erweitern, aber auch da sind die Möglichkeiten nicht sehr vielfältig. Weder im X17 noch in dem Nachbau kann man die gefalteten Blätter „festhalten“, sie liegen halt lose drin und über kurz oder lang werden sie zerknickt.
Eine sehr schöne Alternative, oder besser, einen brauchbaren Kompromiss habe ich in Japan gefunden. Dort ist das B5 Format sehr viel weiter verbreitet und auch beliebter als A5. Die Größenverhältnisse liegen irgendwo zwischen A4 und A5. Es ist kürzer als A4 und breiter als A5. Ich habe mir einfach zum Testen einen Binder mit dem „JBS“, dem Japanese Binder System mitgenommen und durch jede Menge Papiervarianten ergänzt. Das System ist außerordentlich praktisch und bietet sehr viele Möglichkeiten und Optionen, nur, es ist ein in Asien sehr weit verbreitetes System, nicht in Europa. Locher, Mappen, Papier, alles ist relativ aufwendig und kompliziert zu beschaffen und mit der langen Reise aus Japan, Korea oder China sind natürlich auch immer Zeit und Geld verbunden. Dazu kommt, für ein „ständig dabei System“ ist es auch schon wieder recht groß und schwer. Es hat sich in jedem Falle fest als meine Arbeitslösung etabliert. Ich schreibe darin meine Bautagebücher und führe meinen Arbeitskalender damit. Da ist schwer zu rütteln. Da muss ich auf einige Zeit auch nur den Kalender jährlich ergänzen. Papier habe ich da genug. Ich habe einiges aus Asien mitgebracht und habe mir aus dem größeren A4 Papier auch das eine oder andere zuschneiden lassen. durch das Format und die Art des Binders ist auch die Aufbewahrung von Losepapier sehr gut möglich, auch das funktioniert also.

Roterfaden Arbeitswütig, A5

Aber, wie man am Titel schon erkennen kann, was ist nun eine wirklich angemessene Lösung im A5 Format. Ich habe mich an das Konzept „Heft in Mappe“ wirklich gewöhnt, ich werde also in diesem Bereich bleiben. Möglichkeiten wären das X47 System, was aber ähnlich wie die X17 Mappen auf ein proprietäres Format der Hefte setzt oder eben, der Roterfaden Taschenbegleiter. Ich hatte da das Vergnügen eine Mappe im lokalen Handel in die Finger zu bekommen und bin vom ersten Eindruck wirklich angetan. Nach der „Erstbefingerung“ habe natürlich angefangen zu recherchieren und mir diverse Reviews durchgelesen bzw. angeschaut. Für mich war interessant zu beobachten, dass es fast immer zum Quervergleich Taschenbegleiter vs. Travellers Notebook vs. X17 kommt und das die Einschätzungen gerne mal schon direkt in die eine oder andere Richtung gehen, von vornherein. Aus meiner Perspektive, immer noch erster Eindruck zum Taschenbegleiter, haben die Systeme aber außer dem Grundkonzept wenig gemein. Das X17 System ist wie das Travellers Notebook bewußt einfach gehalten und basiert auf der Befestigung durch Gummis. Der Taschenbegleiter setzt ja eher auf ein konzeptionelles System wie X47, die Befestigung mit Klammer oder Röhrchen, also mechanisch. Grundsätzlich sehe ich den Vorteil der Klammern im schnelleren und flexibleren Zugriff auf den Inhalt, die Gummis sind beim Schreiben weniger störend. Grundsätzlich ist der Taschenbegleiter aber deutlich luxuriöser ausgestattet als das X17 System, es ist eben nicht nur die reine Ledermappe, es ist ein Lage Filz oder Velours innen gegengenäht. In diese sind verschiedene Taschenlayouts eingearbeitet. Das ist schon ein „Extra“ das ich begrüße, die Taschen wie den Filz. Sachen die in der Mappe sind, werden dadurch schon schonender behandelt. das fest integrierte vertikale Verschlussband ist ebenfalls ein absolutes PLus in meinen Augen. Das Gummi quer beim X17 funktioniert zwar, wandert bei mir gern herum und zerrt an den Heftgummis auf dem Rücken der Mappe. Man sieht, so einfach ist der Vergleich nicht.
Ich habe aber auch einen wirklich interessanten Beitrag auf Youtube gefunden, der sich mit der Verarbeitung der Mappe beschäftigt und mir natürlich noch einmal Punkte liefert für die „Zweitbefingerung“. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch einmal die „Losepapiersammlung“ in Augenschein nehmen.

Roterfaden Arbeitswütig, Vorn

Roterfaden Arbeitswütig, Hinten

Grundsätzlich habe ich mir, rein zur Prüfung, mal einen Packen „Arbeitswütig“ Hefte in A5 und gepunktet gekauft. Den Füllertauglichkeit ist ein muss. Da die Aussagen, die ich im Netz gefunden habe, teilweise sehr widersprüchlich waren, gehen die 10€ dafür IMO in Ordnung. Und, der Test ist sehr positiv ausgefallen, die Tinte scheint nicht einmal durch. Ich möchte zur Sicherheit mal erwähnen, dass der Klcks auf der Rückseite von der nächsten Vorderseite stammt, ich habe einfach nicht abwarten können und umgeblättert.

Roterfaden Arbeitswütig

Bleibt jetzt im nächsten Schritt die Zweitbefingerung und die Prüfung des Kalenders, der ist nämlich auf 70g/m² gedruckt, nicht 80g/m². Der Kalender gefällt mir sehr gut, daher ist mir der Test besonders wichtig……

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